Klettern

Klettern rund um die Tegernseer Hütte

1899 bestiegen Tegernseer Kletterer zum ersten Mal die Roßsteinnadel über den immernoch sehr beliebten Westgrad (3+). In den folgenden Jahren wurden immer mehr Kletterwege begangen, einer der Höhepunkte war die Ostkante der Roßsteinnadel 1935 (damals 6a1, heute7-/7), die zu der Zeit als eine der schwersten Klettereien galt.

Erste Sportkletterrouten- z.B. die „Via Weißbier“ (7), „Der kleine Prinz“ (8), „Via Campari“(9+ – bis heute kaum wiederholt) – entstanden in den 80er Jahren durch Sepp Strobl, Jörn Eysell und Gefährten

Die nächste Erschließungswelle startete Ende der 90er und hält bis heute an. Hierbei entstanden nicht nur zahlreiche Neutouren (ca. 30), sondern auch fast alle bestehenden Routen wurden nach Absprache mit allen noch verfügbaren Erstbegehern sorgfältig saniert. Großer Dank gilt an dieser Stelle Tom Hesslinger, Uwe Kalkbrenner und ihren Spezln, die sich auch jetzt noch um die Erhaltung des stetig wachsenden Klettergartens rund um die Hütte kümmern. So ist im Laufe der Zeit ein Kletterparadies entstanden, das vom Anfänger bis zum Hardmover allen Ansprüchen gerecht wird.

Die über 90 Routen- in bestem Riffkalk- sind zwischen einer und 5 Seillängen lang, und sind hauptsächlich süd- und westseitig ausgerichtet. In der Regel reichen ein 60m Seil und 12 Expressen aus, wobei ein Helm und reichlich Sonnencreme nie verkehrt sind. Auch für heisse Sommertage gibt es eine gute, schattige Auswahl an Routen (Nordseite Nadel, West- und Nordseite Buchstein).

Alle Routen sind im Kletterführer „Bayrische Alpen- Von Bayrischzell bis Benediktbeuern“, der bei uns zur Ansicht und meistens auch zum Verkauf ausliegt, ausführlich beschrieben. Bei Unsicherheiten könnt ihr auch gern beim Wirt an der Theke nachfragen.

Die Top Five vom Wirt:

  • „Westkante Roßsteinnadel“ 3+
    …klassisches Muß!
  • „Zauberrippe“ 6-
    … 3 Seillängen Abwechslung!
  • „Südwandschmankerl“ 6-
    … der Name sage alles!
  • „Mann oder Memme“ 7-/8-
    … lang und durchgehend schön (auch für Memmen!)
  • „Via Weißbier“ 7
    … der Hüttnklassiker vom Strobl Sepp schlechthin!

 

Kletterführer:

Markus Stadler, Bayrische Alpen – Von Bayrischzell bis Benediktbeuern (Band 3)
Panico Alpinverlag, ISBN 978-3-936740-99-8

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