Die Tegernseer Hütte bietet nicht nur schöne Aussichten,
sondern auch einiges, das das Herz des Bergsportlers höher
schlagen lässt. Wer sich gerne in den Bergen bewegt, ganz
gleich ob wandernd oder kletternd, gemütlich oder ambitioniert,
kann sich bei uns gut austoben. Hier findet ihr ein paar
Vorschläge, wie ihr dem Bewegungsdrang nachgehen könnt.
Wandern
Kürzesttrips
Die beiden Hausgipfel
Wer nach dem Aufstieg, vor dem Abendessen oder nach dem
Frühstück den Kreislauf etwas in Schwung bringen oder den
Auf- bzw. Untergang der Sonne näher in Augenschein nehmen
möchte, für den liegt natürlich ein Ausflug auf den
Roß- oder den Buchstein auf der Hand. Der
Roßstein
ist der zugänglichere Berg. Von der Terrasse
geht es über den Grat, ein kurzes Stück mit Drahtseilhilfe
Richtung Westen bis zu einem gelben Schild. Dort nach rechts und dem
von Beginn an sichtbaren Gipfelkreuz entgegen. Nach 10-15 Minuten
ist man oben, wobei man sich leichter tut, die letzten Meter nicht
direkt über die Felsen zu steigen, sondern sich rechtshaltend
dem Pfad, der zunächst einen kleinen Bogen um den Gipfel macht,
zu folgen. Oben ist der von der Hüttenterrasse schon
verwöhnte Blick noch freier und ausgreifender. Wetterstein,
Karwendel, das Rofangebirge und die Zillertaler liegen einem
geradezu zu Füßen. Hier oben wird es vollends
ersichtlich, dass im Süden zwischen den Bergen nicht der
Königs-, nicht der Garda, nicht der Tegern- sondern der
Achensee zu sehen ist. Von Norden winkt die Bayerische
Landeshauptstadt herüber.
Der Buchsteingipfel ist zwar genauso nah, aber nicht so offen für einen Besuch. Er verlangt etwas mehr von seinem Besteiger ab. Die Crux ist die gleich neben der Hütte beginnende Aufstiegsrinne. Die wurde in Anderl Heckmaiers Buch "Bergsteigen für Anfänger und Fortgeschrittene", erschienen 1975, als Paradebeispiel für einen Weg des Schwierigkeisgrades II beschrieben. Der Wegverlauf ist klar, man geht um die Hütte herum und dann der sichtbaren Verschneidung entgegen. Im Grunde braucht man nur den abgegriffenen Felsen folgen. Aber diese abgegriffenen "speckigen" Felsen machen es eben auch nicht einfacher. Vor allem bei Nässe ist der Stein schnell glitschig. Allgemein ist der Aufstieg nichts für Menschen mit Höhenangst oder wenig alpiner Erfahrung. Es gibt keine Sicherungen, man ist auf das vorhandene Felsmaterial und das eigene Können angewiesen. Hinauf geht es leichter, aber man muss den selben Weg auch wieder hinunter. Hat man die Rinne gemeistert, geht es auf einem schönen kleinen Pfad ca 30m weiter, ehe man nach einem erneuten kurzen felsigen Aufschwung auf dem Gipfelplateau steht. Die Sonnenaufgänge hier oben sind außergewöhnlich.
Kurztrips
Wenn man sich länger bei uns aufhält, bieten sich
verschiedene Möglichkeiten für kleinere Runden um
Roß und Buchstein an. Grundsätzlich sind die ersten und
letzten Meter immer die selben, das ist nunmal der Lage der
Hütte geschuldet. Eine schöne kurze Runde ist die
Umrundung des Roßsteins. Hierfür steigt man nordseitig
Richtung Buchsteinhütte ab, zweigt aber nach etwa 25 min. an
einem Schild links ab und geht über den Altweibersteig. Auf dem
Rücken zwischen Roßstein und Roßsteinalmen
angekommen, hält man sich links und umrundet den Roßstein
bis zum "Brotzeitfelsen", einem freistehenden markanten Felsen, bei
dem man auf den südseitigen Aufstiegsweg von Bayerwald her,
gelangt. Von hier geht es über den "Klettersteig" zur
Hütte zurück. Rennend kann man diese Runde in 20 Minuten
schaffen, aber wer wandert und auch noch ein wenig die Gegend
genießen möchte, sollte eine gute Stunde einplanen.
Etwas länger kann man gehen, wenn man nicht in den Altweibersteig abbiegt, sondern bis zur Buchsteinhütte weitergeht. Nach einer Wiese und nachdem man einen kleinen Bach überquert hat, gelangt man nahe der Buchsteinhütte in blockiges Gelände. Hier muss man sich etwas umschauen und die Augen offenhalten, denn bevor man zur Hütte durchgeht, zweigt ein kleiner Pfad links ab. Dort steht auch ein Schild, das in Richtung Roßsteinalmen weist. Zu denen gelangt man, wenn man dem Pfad, dem sogenannten "Kaminkehrersteig" folgt. Der Weg ist schön, aber ein bisschen versteckt. Erst geht es durch den Wald bald deutlich steiler werdend bergan. Einmal muss eine etwas matschige Stelle auf Holzbalken überwunden werden. Die Gefahr für nasse Füße ist hier groß und es kann auch rutschig sein. Danach geht es über Felsiges Gelände dann über einen Wurzelsteig, bis man auf die Almwiesen gelangt. Hier ist der Weg gut sichtbar, führt erst unterhalb der Almen an einer Viehtränke vorbei den Hang entlang, ehe man in Serpentinen bis zur Alm hochsteigt. In der Almsaison trifft man hier ganz sicher auf Weidevieh, bitte nehmt darauf Rücksicht. Auf der Roßsteinalm gibt es gutes Bier, guten Käse und guten Kuchen. Wenn niemand da ist die Möglichkeit sich selber zu bedienen. Eine kleine Kasse steht da. Von der Alm folgt man dann dem Weg Richtung Roßstein, kann dann entweder den Altweibersteig gehen und wieder auf den Nordanstieg gelangen, oder den Roßstein bis zum "Brotzeitfelsen" umrunden und über den Klettersteig zur Hütte hochsteigen. Der reine Geher wird für diesen Weg 1,5h brauchen, wer sich Zeit lässt, flaniert oder einkehrt, der kann die Runde sicher auf 3h ausdehnen.
Es gibt auch die Möglichkeit den Buchstein zu umrunden. Hierfür geht es ebenfalls den Nordabstieg zur Buchsteinhütte hinunter. Von da folgt man dem Forstweg Richtung Parkplatz Klamm/Schwarzentenn. Man geht durch das Gatter (Bitte wieder schließen) und die Fahrspur weiter. Erst folgt eine scharfe Rechtskurve, auf den großen Alpenpässen wäre hier sicher ein Schild "Tornante" angebracht, dann geht es ein etwas längeres Stück gerade bergab, bis der Weg in den Fahrweg von unten mündet. Man behält die Richtung bei, lässt den Wanderweg nach unten links liegen und geht von nun an bergauf weiter auf dem Forstweg. Hier geht es ordentlich ansteigend zur Sache. Die Aussicht ist etwas gehemmt, man befindet sich im Wald, erst nach gut 20 Minuten zeigt sich die freie Welt wieder und es steht eine Bank bereit, von der man wunderschön zum Leonhardstein hinüberschauen kann. Dann immer weiter auf dem Forstweg, der irgendwann an der Talstation der Materialbahn der Sonnbergalm führt. Hier kann man dem neuen Forstweg rechts folgen, oder man wählt den Pfad durch den Wald, links an der Seilbahnstation vorbei über den Bach. Beide münden an der selben Stelle unter einer Almwiese. Nun geht es über Tritt und Wegspuren, etwa zehn Meter links von einem Zaun entlang steil über die Wiese, ehe der Weg deutlicher wird und schließlich in Serpentinen zur Sonnbergalm leitet. Hier kann man sich in der Almsaison gut aufhalten, etwas trinken oder sich an die wunderschönen Vesperangebote machen. Zurück zur Hütte folgt man dem normalen Aufstiegsweg über den Klettersteig hinauf. Für diese Runde sind 2h Gehzeit realistisch.
Etwas länger kann man gehen, wenn man nicht in den Altweibersteig abbiegt, sondern bis zur Buchsteinhütte weitergeht. Nach einer Wiese und nachdem man einen kleinen Bach überquert hat, gelangt man nahe der Buchsteinhütte in blockiges Gelände. Hier muss man sich etwas umschauen und die Augen offenhalten, denn bevor man zur Hütte durchgeht, zweigt ein kleiner Pfad links ab. Dort steht auch ein Schild, das in Richtung Roßsteinalmen weist. Zu denen gelangt man, wenn man dem Pfad, dem sogenannten "Kaminkehrersteig" folgt. Der Weg ist schön, aber ein bisschen versteckt. Erst geht es durch den Wald bald deutlich steiler werdend bergan. Einmal muss eine etwas matschige Stelle auf Holzbalken überwunden werden. Die Gefahr für nasse Füße ist hier groß und es kann auch rutschig sein. Danach geht es über Felsiges Gelände dann über einen Wurzelsteig, bis man auf die Almwiesen gelangt. Hier ist der Weg gut sichtbar, führt erst unterhalb der Almen an einer Viehtränke vorbei den Hang entlang, ehe man in Serpentinen bis zur Alm hochsteigt. In der Almsaison trifft man hier ganz sicher auf Weidevieh, bitte nehmt darauf Rücksicht. Auf der Roßsteinalm gibt es gutes Bier, guten Käse und guten Kuchen. Wenn niemand da ist die Möglichkeit sich selber zu bedienen. Eine kleine Kasse steht da. Von der Alm folgt man dann dem Weg Richtung Roßstein, kann dann entweder den Altweibersteig gehen und wieder auf den Nordanstieg gelangen, oder den Roßstein bis zum "Brotzeitfelsen" umrunden und über den Klettersteig zur Hütte hochsteigen. Der reine Geher wird für diesen Weg 1,5h brauchen, wer sich Zeit lässt, flaniert oder einkehrt, der kann die Runde sicher auf 3h ausdehnen.
Es gibt auch die Möglichkeit den Buchstein zu umrunden. Hierfür geht es ebenfalls den Nordabstieg zur Buchsteinhütte hinunter. Von da folgt man dem Forstweg Richtung Parkplatz Klamm/Schwarzentenn. Man geht durch das Gatter (Bitte wieder schließen) und die Fahrspur weiter. Erst folgt eine scharfe Rechtskurve, auf den großen Alpenpässen wäre hier sicher ein Schild "Tornante" angebracht, dann geht es ein etwas längeres Stück gerade bergab, bis der Weg in den Fahrweg von unten mündet. Man behält die Richtung bei, lässt den Wanderweg nach unten links liegen und geht von nun an bergauf weiter auf dem Forstweg. Hier geht es ordentlich ansteigend zur Sache. Die Aussicht ist etwas gehemmt, man befindet sich im Wald, erst nach gut 20 Minuten zeigt sich die freie Welt wieder und es steht eine Bank bereit, von der man wunderschön zum Leonhardstein hinüberschauen kann. Dann immer weiter auf dem Forstweg, der irgendwann an der Talstation der Materialbahn der Sonnbergalm führt. Hier kann man dem neuen Forstweg rechts folgen, oder man wählt den Pfad durch den Wald, links an der Seilbahnstation vorbei über den Bach. Beide münden an der selben Stelle unter einer Almwiese. Nun geht es über Tritt und Wegspuren, etwa zehn Meter links von einem Zaun entlang steil über die Wiese, ehe der Weg deutlicher wird und schließlich in Serpentinen zur Sonnbergalm leitet. Hier kann man sich in der Almsaison gut aufhalten, etwas trinken oder sich an die wunderschönen Vesperangebote machen. Zurück zur Hütte folgt man dem normalen Aufstiegsweg über den Klettersteig hinauf. Für diese Runde sind 2h Gehzeit realistisch.
Lange Touren
Lenggrieser Hütte / Seekarkreuz
Will man den ganzen Tag oder zumindest einige Stunden unterwegs
sein, dem sei ein Besuch bei der Lenggrieser Hütte empfohlen.
Auch dort gibt es eine schöne Terrasse mit schöner
Aussicht, dazu gutes Essen und Faßbier. Der Weg ist deshalb so
schön, weil er auf einer gewissen Höhe bleibt, man muss
nicht ganz ins Tal absteigen. Das erste Zwischenziel sind die
Roßsteinalmen. Zu ihnen gelangt man entweder, wenn man den
Klettersteig hinuntersteigt und sich dann am "Brotzeitfelsen" rechts
hält, um den Roßstein zu umgehen. Oder man steigt
nordseitig ab und biegt nach etwa 25 min. in den Altweibersteig ab.
Beide Wege führen auf den Rücken zwischen Roßstein
und Roßsteinalmen, zu denen man hinuntersteigt. Hinter den
Almen geht es zunächst den Fahrweg entlang, der in einer T
Kreuzung mündet. Hier rechts halten und den Fahrweg weiter
folgen, bis es rechts ab an einem Schild Richtung Seekarkreuz, Maria
Eck und Lenggrieser Hütte auf den Wanderweg geht. Nun steigt
man auf schönem Pfad unter Bäumen und über Wiesen,
mal felsig mal über Waldboden, leicht wellig weiter. Am Maria
Eck steigt man über einen Zaun und folgt dem Wegweiser weiter
Richtung Seekarkreuz und Lenggrieser Hütte. Schließlich
türmen sich größere Felsen auf und man steigt
über Blockgelände durch eine Art Hohlweg. Nun folgt ein
anspruchsvollerer Abschnitt. Mit Drahtseilhilfe und der
Unterstützung von kleinen Leitern geht es über einen
kleinen felsigen Rücken. Hier bitte vorsichtig sein und sich
gut umschauen. Immer wieder verlaufen sich Wanderer, was hier
gefährlich werden kann. Der Weg ist gut markiert, dennoch
täuschen ein paar "Verhauer" stellenweise einen Weg vor, den es
nicht gibt. Bitte langsam machen und gut nach den Markierungen
schauen. Hat man dieses Steilstück überwunden, geht es
wieder auf sanftem Pfad bis zu der Senke unterhalb des
Seekarkreuzes. Es lohnt einen Abstecher nach oben, das dauert ab
hier nur 10 Minuten. Zur Lenggrieser Hütte steigt man aber nach
links ab, und kommt dort nach ca 20 min. auf einem schönen
Wanderweg an. Bis dorthin sind es etwa 2,5 h. Wir empfehlen den
selben Weg zurück zu gehen. Alle anderen Wege führen
zuerst ins Tal und sind lang und anstrengend. Auf dem Rückweg
kann man auch noch den Schönberg "mitnehmen".
Schönberg
Der Schönberg ist ein -wie der Name sagt - schöner,
beinahe lieblicher Gipfel, der sich gut von uns aus erreichen
lässt. Wie oben beschrieben geht man zu den Roßsteinalmen
und von dort den Fahrweg weiter. Man zweigt aber nicht Richtung
Seekarkreuz / Lenggrieser Hütte ab, sondern bleibt auf der
Schotterstraße. Geht an der Amperstein Alm vorbei und befindet
sich hier schon auf den Ausläufern des Schönbergs.
Schließlich, wenn man ihn zur Hälfte umrundet hat,
mündet die Fahrstraße in einen Wanderweg auf Höhe
der Schönbergalmen. Diesem folgt man und gelangt gemütlich
auf schönem Weg, der allerdings nach Regen matschig sein kann,
nach oben. Ein großes Kreuz und eine gemütliche Bank
laden zusammen mit der freien Sicht zum Verweilen ein. Eine starke
Stunde, vielleicht anderthalb hat es bis hierher gedauert. Nun kann
man den selben Weg zurück gehen oder aber weiter über die
Wiesen, wo man sich gewiss in Gesellschaft einiger Kühe
befindet. Der Weg ist nicht so leicht zu finden, wird erst
allmählich klarer, wenn er steil Richtung Maria Eck hinunter
führt. Es gibt keine Markierungen und keine Schilder, es gilt
Geduld zu haben und sich auf den eigenen Instinkt zu verlassen. An
Maria Eck angekommen hält man sich rechts und geht den
schönen Wanderweg zurück in Richtung Tegernseer
Hütte. Der Wanderweg mündet in die Forststraße, die
vom Aufstieg her bekannt ist. Insgesamt sind hierfür 3-4h, wenn
man gemütlich geht, einzuplanen.
Leonhardstein
Ein sehr schöner Aussichtsberg ist auch der Leonhardstein. Eine
Besteigung lohnt sich, der Zustieg ist aber recht lang und zum
Schluß ein bisschen knifflig. Man steigt einfach nordseitig ab
Richtung Parkplatz Klamm/Schwarzentenn, bis man an die
Schwarzenbachbrücke gelangt. Dort steht links eine
"Vesperschaukel", an der sich gut rasten lässt. Rechts geht der
Wanderweg am Bach entlang zum Parkplatz. Diesem nicht folgen,
sondern über die Brücke gehen und dann rechts ein
Stück den Fahrweg entlang. Nach etwa 800 m geht eine Abzweigung
nach links ab. Diesem Weg, ebenfalls ein Fahrweg, folgen. Steil
geht es hinauf. Wenn es wieder flacher wird, folgt man an dem
Wegweiser einem schönen Pfad nach rechts, hüpft über
einen kleinen Bach und bald geht der Steig steil Richtung
Leonhardstein los. Der Weg ist nicht ohne. Man muss ein bisschen auf
die Markierungen achten, es ist steil, geht viel über Fels und
bei Nässe kann es rutschig sein. Aber es lohnt sich und macht
Freude, hie und da nimmt man die Hände zu Hilfe und kraxelt ein
bisschen. Oben angelangt lädt eine Bank unter dem Gipfelkreuz
dazu ein, die Aussicht auf Kreuth und das Tegernseer Tal zu
genießen. Zurück geht es den selben Weg, insgesamt,
braucht man sicher gute 5 Stunden.
Trailrun
Man kann, wenn man fit und technisch gut ist, alle Wege auch rennen.
Das nimmt in den letzten Jahren immer mehr zu. Beliebtes
Bergtraining ist der Aufstieg von Bayerwald: Kurz - Steil - hart. In
seinen jungen und wilden Jahren hat einer der beiden
Hüttenwirte die schnellste bekannte Zeit vorgelegt und ist in
32 Minuten und 17 Sekunden vom Parkplatz zur Hütte gerannt. Wem
es nachweislich schneller gelingt, der darf sich über die
Einladung zu einer alkoholfreien Russenmaß freuen!
Radeln
Bis zur Hütte selbst kann man nicht mit dem Fahrrad fahren.
Allerdings lohnt es sich vom Parkplatz Klamm/Schwarzentenn oder vom
Söllbach Parkplatz in Bad Wiessee bis zur Buchsteinhütte
zu fahren. Ersteres sind etwa 8,5 km, letzteres etwa 14 km. Zum Ende
hin ist es ordentlich steil und kräftezehrend. Von Lenggries
lohnt es sich zur Roßsteinalm zu radeln. Da wird es ab der
Röhrlmoosalm richtig steil. Etwas genauer sind die Touren bei
den Aufstiegen unter "Kommen" beschrieben.
Klettern
Die Tegernseer Hütte ist der Stützpunkt für das
Klettergebiet Roß- und Buchstein. Im Grunde muss man nur zwei
Mal umfallen und steht schon an der ersten Route. Um die 100
Kletterwege warten hier darauf erkundet, erkletter und genossen zu
werden. Es gibt kurze Sportklettereien, längere
Mehrseillängenrouten (bis 6 SL) und auch ein paar schöne
klassische Linien. Detaillierte Informationen stehen im Panico
Kletterführer: "Bayerische Alpen Band 3 - Bayrischzell bis
Benediktbeuern". Wir stellen Euch hier aber unsere eigenen
Lieblingstouren vor, vielleicht inspirieren Euch unsere
Vorschläge.
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass alle Routen gut mit Bohrhaken abgesichert sind. Für einige Routen kann man durchaus den Begriff Plaisir für die Absicherungen bemühen, allerdings ist das nicht immer der Fall. Manchmal muss man auch ganz schön weit vom Haken wegsteigen. Es ist kein Fehler ein Paar Keile oder Friends und zwei Bandschlingen dabei zu haben. Am meisten Spaß hat man, wenn man den 6. Schwierigkeitsgrad beherrscht, in diesem Bereich gibt es doch einiges. Wer schwerer klettert findet sowieso etwas, aber auch wer es lieber leichter hat kommt auf seine Kosten. Den entferntesten Einstieg erreicht ihr in 20 Minuten. Wenn ihr wollt, könnt ihr euer Gepäck gern bei uns zwischenlagern. Fangen wir an:
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass alle Routen gut mit Bohrhaken abgesichert sind. Für einige Routen kann man durchaus den Begriff Plaisir für die Absicherungen bemühen, allerdings ist das nicht immer der Fall. Manchmal muss man auch ganz schön weit vom Haken wegsteigen. Es ist kein Fehler ein Paar Keile oder Friends und zwei Bandschlingen dabei zu haben. Am meisten Spaß hat man, wenn man den 6. Schwierigkeitsgrad beherrscht, in diesem Bereich gibt es doch einiges. Wer schwerer klettert findet sowieso etwas, aber auch wer es lieber leichter hat kommt auf seine Kosten. Den entferntesten Einstieg erreicht ihr in 20 Minuten. Wenn ihr wollt, könnt ihr euer Gepäck gern bei uns zwischenlagern. Fangen wir an:
Roßsteinnadel
Von der Hüttenterrasse aus sticht die Roßsteinnadel ins
Auge. Wer gerne klettert muss da rauf. Sie winkt, sie ruft, ja
fordert nahezu eine Besteigung ein. Am leichtesten geht das
über den Westgrat.
Zustieg: Von der Hütte geht es südseitig den Klettersteig hinunter. Nach der ersten und langen Drahtseilpassage, steigt man etwas schrofig weiter, hält sich links und steht nach ein paar Blöcken vor dem Durchschlupf zur Nadel. Rechts geht es weiter hinunter, aber wir wollen zur Nadel, also halten wir uns links und landen in einer kleinen Felsarena zwischen Roßstein und Roßsteinnadel. Links gibt es einige mittelschwere Sportkletterrouten, die sich auch lohnen, um zum Westgrat zu gelangen orientieren wir uns aber nach rechts. Der Grat ist deutlich sichtbar. Westgrat: Man findet den Einstieg an einem Ringstand unterhalb der tiefsten Stelle zwischen Roßsteinnadel und dem sich weiter ziehenden Vorbau. Zunächst steigt man ein paar Meter leicht nach oben, um auf den eigentlichen Grat zu gelangen. Dann weiter Richtung Gipfel. Es gibt einige Ringhaken und auch ein oder zwei Schlaghaken. Wer einen Zwischenstand einlegen möchte, der macht das am besten bevor es richtig steil wird. Mit einem 60 m Seil kann man aber auch gleich zum Gipfel durchsteigen. Die Route ist recht abgegriffen, aber die Griffe sind gut, die Bewegungen schön, man klettert luftig im dritten Grad. Oben angelangt macht man am besten am Gipfelkreuz Stand. Das ist der solideste Punkt. Wenn der Nachsteiger auch oben ist, ist es einfach gut da oben zu sitzen. Eine Semmel essen, ein Bier Trinken, eine Zigarette rauchen. Da oben schmeckt alles noch ein bisschen besser. Hinunter kommt man am besten vom Abseilstand. Der liegt nordseitig, also Richtung Roßstein. Es geht drei oder vier Meter zurück und dann steigt man ein Stück nordseitig hinunter. Vorsicht! Der eine oder andere Stein ist locker. Auf einem kleinen Podest findet ihr den Abseilstand. Eine rote Schlinge macht auf ihn aufmerksam. Euer Seil sollte mindestens 60 m lang sein. Bitte wählt zum Abseilen immer diese Richtung. Bei den Versuchen südseitig abzuseilen kommt meistens nichts vernünftiges heraus.
Südwand
Die alte Südwandroute an der Nadel ist ein Klassiker. Die
Schwierigkeit liegt zwischen dem oberen 6. und dem unteren 7. Grat.
Vom Klettersteig geht man wie zum Westgrat, lässt dessen
Einstieg aber hinter sich und steigt an den Fluchten der Nadel
entlang über Blöcke weiter, bleibt immer an der Felswand,
bis man die Nadel umrundet hat. Nun steht man von der
mächtigen, Demut weckenden Südwand. Die alte Südwand
geht ganz links los, zieht zuerst plattig nach rechts, bis die erste
Seillänge einen Bogen bis zum Stand beschreibt. Die Kletterei
ist steil und anstrengend und das Prädikat "Klassiker"
garantiert die üblichen polierten Stellen. Aber das tut dem
ganzen keinen Abbruch. Die Route ist toll und wild und macht
Spaß. Die Absicherung ist gut. Die zweite Seillänge ist
luftig und ausgesetzt, man klettert in Richtung eines schmalen
senkrechten Risses - hier kann man sich das Leben mit einem Friend
oder Keil etwas schöner machen - danach geht es ums Eck und
dann entschwindet man der Sicht des Seilpartner und steigt nun
leichter werdend Richtung Gipfelkreuz. Da freuen sich dann die
Unterarme über ein wenig Freizeit. Abgeseilt wird wie oben
beschrieben nordseitig.
Buchstein
Südwand
Am eindrucksvollsten ist natürlich die Südwand des Buchsteins, eindeutig die Rampensau unter den verschiedenen Sektoren. Und ziemlich in ihrer Mitte sticht eine logische Linie ins Auge. Und genau hier ist das Südwandschmankerl. Der Legende nach war die Tour in der alten Zeit unter Kletterern als die "Todesverschneidung" verschrien, was da dran ist liegt im Dunkeln. Denkt man sich aber die Bohrhaken weg und hat beim Zustieg die vielen Gedenktafeln am Wandfuß wahrgenommen, so ist zu spüren, dass das Klettern in seinen Anfängen alles andere als ein Breitensport, sondern eine ernste und gefährliche Sache gewesen ist. Und das kann es auch heute noch schnell sein, auch wenn die guten Bohrhakenlinien große Sicherheit suggerieren.
Zustieg: Von der Nadel folgt man einem Pfad entlang erst der Roßstein- und dann der Buchstein Südwand und kommt an einen bewachsenen Vorbau. Auch hier folgt man den Steigspuren und ist dann am Fuß der markanten Verschneidung am Einstieg des Südwandschmankerls. Ein kleines Metallschild lässt jeden Zweifel, ob man richtig ist, verfliegen.
Links daneben beginnt die Route "Mann oder Memme", die für etwas ambitioniertere Kletterer sehr zu empfehlen ist. Dafür quert man erst nach links zu einem wunderschönen Riß, das Südwandschmankerl geht aber gerade hoch und folgt der Verschneidung durch die Wand. Die erste Länge überwindet einen kleinen Aufschwung, nach dem man dann gleich in der Materie drin ist und man gut präpariert weiter noch recht einfach immer gerade hoch zum ersten Stand steigen kann. Die zweite Länge geht schon recht knifflig los und nach einer kurzen Verschnaufpause geht es wieder knifflig, weil kurz griff- und trittarm, weiter zu großen Löchern und Taschen. Hier ist es jetzt einfach nur schön zu klettern, man hält sich links ganz in der Verschneidung und kommt schließlich zum zweiten Stand. Nun folgt die Schlüsselseilänge.
In der echten Bildhälfte ist gut der Vorbau zu erkennen, an dessen Beginn das Südwandschmankerl und auf dessen Kopf das Sahnsestückchen beginnen.
Wenn am Südwandschmankerl zuviel Verkehr ist oder wer es einen Hauch schwerer haben möchte, dem sei das "Sahnestückchen" empfohlen. Der Einstieg befinden sich mitten auf dem grasigen Vorbau, an dem auch das Südwandschmankerl startet, man steigt also einfach ein Stück weiter nach oben. Die erste Länge ist reiner Genuß, aber im guten 6. Grad. Die Schlüsselstelle ist direkt vom ersten Stand weg zu Beginn der zweiten Seillänge. Kleingriffig knifflig, trittarm, mittlerweile auch speckig. Man kann hier guten Gewissens eine 7 notieren. Allerdings liegen die Haken so gut, dass auch technisches Klettern möglich ist. Das Sahnestückchen hat auch 5 Seillängen und kommt stellenweise so nah an das Südwandschmankerl heran, dass man leicht Bekanntschaft mit den dortigen Kletterern schließen kann.
Weitere lohnende Routen in der Südwand sind natürlich die "Via Weißbier", zu der man von dem Podest neben der Hüttenterrasse abseilen kann. Tolle Kletterei, kleingriffig, steil, anstrengend, nicht übersichert. Außerdem die schon genannte "Mann oder Memme" und für den, der es richtig hart will, der "Silberpfeil" oder der "Kleine Prinz".
Nordwand
Nicht so bekannt, aber dennoch der Südwand aus Kletterersicht
in nichts nachstehend, ist die Nordwand des Buchsteins. Hier tummeln
sich mehrere Routen, die alle etwa 3 Sl umfassen. Die lohnenste ist
sicher die "Zauberrippe". Sie ist mit 6 bewertet, aber würde
man 6+ oder 7- darunter schreiben, wäre das auch keine
Lüge.
Zustieg: Von der Hütte steigt man nordseitig Richtung Buchsteinhütte ab. An der ersten scharfen Linkskurve verlässt man den Weg geradeaus auf einen Pfad, der an der Felswand entlangführt. Immer an der Felswand weiter, bis es rechts zur Nordwand geht. Am Beginn eines kleinen Vorbaus, an dem ein Fixseil als Steighilfe angebracht ist, befindet sich der Einstieg. Wieder mit einem schönen metallenen Namensschild gekennzeichnet.
Zauberrippe
Blickt man die Wand empor, dann sieht man den Riß, der wie ein
umgekipptes L aussieht. Dort geht es hoch. Eine wirkliche Crux ist
hier schwer zu benennen, die erste Länge ist anhaltend im 6.
Schwierigkeitsgrat. Vor allem an dem kleinen überhang aus dem
Riß heraus kann man sich aber leicht vertun. Es hilft sich
nicht starr auf den nächsten Haken zu konzentrieren, sondern
auch das weitere Umfeld in Augenschein zu nehmen. Dann geht es
plötzlich ganz leicht. Soviel sei als Tipp verraten. Hat man
den Aufschwung hinter sich, geht es linkshaltend zum Stand. Die
zweite Länge geht gerade hoch in Richtung einer Schlinge. Es
ist reine Genußkletterei in festem Fels. Nur kurz vor dem
Band, auf dem der zweite Stand ist, wird dass Gestein ein wenig
launisch und man muss ein wenig suchen, um den besten Weg zu finden.
Auf dem Band ist dann der dritte Stand von links der Richtige. Die
dritte Seillänge ist dann nach dem ersten Aufschwung weniger
steil, die Reibungsfähigkeit der Schuhe wird etwas geprüft
und es gibt schöne Züge an schönen Löchern. Die
Route mündet am schönsten Fleck des Buchsteins, ein
kleines Plateau auf dem zu sitzen einfach glücklich macht. Der
Standhaken ist etwas nach hinten versetzt. Dann den Weg durch die
Latschen finden und über den Gipfel zurück zur Hütte.
Nordkante
Eine sehr schöne Route auf der Nordseite ist auch die
Nordkante. Eine schön klassische Route im 5. Grad. Der Einstieg
ist da, wo man von der Nordwestwand auf die Nordseite
hinüberwechselt. Der erste Haken ist recht weit oben in einem
schönen Riß. Man muss etwas suchen. Es geht den Riß
hinauf, schöne klassische Kletterei, es gibt nicht so viele
Haken, aber Keile und Friends finden Platz. Auf einem Absatz steht
man schließlich vor einer Platte, die auf ihrer rechten Seite
mit einem großen aufgesetzten Fels eine kurze Verschneidung
bildet. Hier geht es weiter. An besagter Platte befindet sich auch
ein Standhaken, den man nutzen kann, aber es lohnt sich weiter zu
steigen, der nächste Stand ist nicht weit auf dem Kopf des
Vorbaus. Von hier geht es leicht rechts haltend plattig weiter und
schließlich in die steile, knackige, leicht abdrängende
Verschneidung. Etwas stopfen, ziehen, stemmen, drücken,
stöhnen und schimpfen und dann ist man oben. Es geht nun
rechtshaltend leicht weiter zu einem Ringhaken. Von hier dann links
die Rinne hoch bis zu dem Stand an dem auch die Nordwandrouten
münden. Dann den Weg durch die Latschen finden und über
den Gipfel zurück zur Hütte.
Nordwestwand
Die Nordwestwand bietet für jeden etwas. Leichte
übungsrouren (Vronerl(5-), Simplinella(4)) bis hin zu
anspruchsvollen Sportklettereien. Beliebt ist der "Herr der Fliegen
(7-/7)", bei der man stellenweise da Gefühl bekommt sich in der
fränkischen Schweiz zu befinden. Äußerst lohnend ist
auch der "Kathilysator" mit 7- etwas anspruchsvoller und die
"Hühnerleiter(5+)", die Route direkt unter der Hütte, mit
5+ etwas zugänglicher. Hier sind die Hakenabstände etwas
alpiner und die Route selbst ist mit beinahe 50m sehr lang, weshalb
abseilen hier keinen Sinn macht. Auch ist man am Ausstieg schon
beinahe auf dem Normalweg des Buchsteins. Die absolut beste und
wildeste und unheimlichste Route ist aber der Miesbacher Riß
(7-/7). Der große Riß in Wandmitte. Das ist Klettern!
Auf halbem Weg zur Nordkante beginnt diese 7er Route, dort wo der
horizontale Riß auf den Vorbau trifft. Die erste Länge
quält man sich an Untergriffen nach rechts zum Stand am Ansatz
des vertikalen eigentlichen Miesbacher Riß. Es ist steil, es
ist etwas gruslig, aber es ist lohnt sich. Irgendwann neigt sich die
Wand etwas zurück und kurz kommt das Gefühl auf es
geschafft zu haben. Aber dann wird schnell klar, dass hier gilt: je
weniger steil, desto weniger Griffe. Die Schlüsselstelle hier
fühlt sich eierig an, aber es geht, sie löst sich auf und
irgendwann steigt man dann aus dem Riß heraus und ist der
König der Welt. Stand ist wieder der Ringhaken wie bei der
Nordkante und wie diese folgt man der sanften Rinne und steigt dann
über den Buchstein wieder hinunter.
Kletterkurse
Es sind auch immer Kletterkurse bei uns willkommen. Es gibt an der
Nordwestwand ein paar leichtere Routen, an denen sich gut der
Vorstieg und der Standbau üben lässt. Das selbe gilt
für die Sportkletterrouten am Roßstein gegenüber der
Nadel. Wobei die Routen hier schon etwas anstrengender sind. Will
man das gehen von Mehrseillängen üben, bietet sich die
Roßstein Südwestseite an. Hier der "Westpfeiler (4-)", 3
einfache Seillängen mit guten Ständen, oder ein Stück
weiter bei den Sonnenplatten die "Zwergerlrutschbahn (3+)". An der
Nadel natürlich der "Westgrat (3+)". Ein schönes
Abschlußziel für einen alpinen Kletterkurs stellt das
"Südwandschmankerl (6-)" dar.
BUCHEN