Die Parkplätze zu den beiden direkten Aufstiegen zu uns liegen an der B 307 zwischen dem Tegernsee und dem Achensee. Von der A8-Ausfahrt Holzkirchen- und dem Tegernsee kommend, erreicht man etwa 5 km hinter Kreuth rechter Hand den Parkplatz "Klamm/Schwarzentenn", 3 Kilometer weiter, ein Stück hinter dem Weiler "Bayerwald", schließlich den Parkplatz "Roß und Buchstein". Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen möchte, gelangt mit der Bahn gut zum Bahnhof Tegernsee. Von dort bringt Euch der Bus der Linie 9656 zu den Parkplätzen. (Haltestellen: "Klamm/Schwarzentenn" oder "Tegernseer Hütte" für den Parkplatz "Roß- und Buchstein"). Die Busse können nicht sehr häufig fahren, deshalb stimmt Eure Ankunft am Bahnhof mit den Abfahrtszeiten ab.
Auf den Parkplätzen werden Parkgebühren erhoben: 1 Stunde kostet 3 Euro, bis zwei Stunden 4 Euro, 2-3 Stunden 5 Euro und ein Tagesticket 6 Euro. Der Parkautomat wechselt nicht und auch eine Bezahlung mit Scheinen ist nicht möglich. Deshalb ist es gut, genügend Münzgeld dabeizuhaben. Wer zwei Tage parken möchte, muss einfach weiter Geld einwerfen, der Automat springt dann auf den nächsten Tag. Alternativ kann man auch über die App "easypark" bezahlen. Weil das Netz dort unten recht löchrig ist, haben wir hier für Euch den QR Code. Parkzone für PKW: 837001, Wohnmobil: 837101
Dieser südseitige Aufstieg ist gleich von Beginn an recht schweißtreibend. Direkt vom Parkplatz weg geht es auf schmalem Pfad steil in Serpentinen nach oben. Das ist anstrengend und es braucht eine Weile, bis man sich eingegangen hat, jedoch gewinnt man schnell an Höhe und entfernt sich stetig vom Tal und den Geräuschen der Straße. Irgendwann ist es dann still und nur wenn ein ambitionierter Motorradfahrer die Drehzahl erhöht, dringt noch der Motorenlärm nach oben. Aber auch das ist irgendwann vorbei und man kann sich voll auf den Bergwald, den Weg und die gute Luft konzentrieren. Nach einer halben Stunde etwa neigt sich der Hang etwas zurück und es geht ein Stück weit sanfter zu. Hier passiert man den Sonnbergalm – Niederleger, ein paar private, nicht bewirtschaftete Hütten, die man rechts liegen lässt. Dann steilt der Weg wieder auf und die ersten Gedanken, dass man jetzt doch irgendwann mal oben sein müsste, beginnen sich einzuschleichen. Aber es lohnt sich weiterzugehen. Wer sich ab und an mal umwendet erahnt mit zunehmender Höhe, was ihn erwartet, wenn der Wald durchquert und die Sicht frei sein wird. Denn durch das Geäst schimmern schon mehr und mehr die zahllosen Berggipfel vor allem der Blauberge und des Karwendels herüber. Irgendwann, nach einer guten Stunde des Steigens geht es plötzlich nicht mehr direkt nach oben, sondern der Weg schmiegt sich an den Berg und man quert den Hang nur leicht ansteigend nach rechts, bis man schließlich den Waldrand erreicht und die Sonnbergalm in den Blick kommt. Während der Almsaison (etwa von Juni bis Oktober) bietet sich hier eine gute Möglichkeit zur Einkehr. Es gibt Getränke, etwas zu Essen, nette Gespräche und die Gelegenheit sich zu setzen und umzuschauen. Im Süden zeigen sich nun unverstellt schon die Berge des Karwendels, nach Norden hin ragen links der Roß- und rechts der Buchstein mächtig hervor. Besonders die Südwand des Buchsteins beeindruckt. Hier kann man häufig kleine bunte Punkte beobachten, die sich die Wandfluchten hinaufschieben. Der Buchstein ist ein beliebter Kletterberg. Vor dem Roßstein erkennt man nach längerem Hinsehen auch die Roßsteinnadel mit ihrem kleinen Gipfelkreuz. Sie hebt sich von hier gesehen kaum von ihrem großen Bruder ab. Aber je näher man kommt, desto mächtiger wird sie. Von dem kleinen Grat zwischen den beiden Gipfeln winkt die Tegernseer Hütte herunter und es kommt unweigerlich die Frage auf, wer denn auf die Idee gekommen ist dort eine Hütte hinzustellen... Der Weg führt weiter von der Sonnbergalm über deren Almflächen am Sonnberg entlang sanft ansteigend Richtung Roßstein. Man gelangt nach etwa 20 min an einen großen Felsen, den sogenannten "Brotzeitfelsen". Hier muss man sich entscheiden. Der direkte Weg führt über den leichten Klettersteig hin zur Hütte, man kann den Klettersteig aber auch umgehen und über den "Altweibersteig" zum Nordaufstieg queren. Wer sich für den Klettersteig entscheidet, hält sich rechts und folgt den Schildern und Markierungen.
(ca. 8,5 km, ca. 900 Hm, 2,5 - 3,5h)
Vom Parkplatz weg geht es zunächst auf dem Forstweg in Richtung der
Schwarzentennalm. Nach einigen hundert Metern, kann man sich zwischen Forstweg und
Wanderweg entscheiden. Wer sich für den Forstweg entscheidet, folgt diesem
einfach immer weiter, er schlängelt sich rechts des Schwarzenbaches wellig
durch den Wald. Die Abzweigung Richtung Leonhardstein lässt man rechts liegen,
nachdem man sich bei Bedarf an den großen Tränklbrunnen erfrischt hat.
Schließlich gelangt man an eine Kreuzung. Geradeaus kommt man nach einigen
hundert Metern zur Schwarzentennalm, wo sich ein Besuch immer lohnt, zu uns geht es
aber nach links, jetzt steiler werdend Richtung Buchsteinhütte. Hier
mündet nach der Brücke auch der Wanderweg vom Parkplatz her. Wer sich zu
Beginn für diesen entschieden hat, was wir empfehlen, überquert
zunächst eine Brücke und geht dann auf schönem Pfad links des
Schwarzenbaches sanft ansteigend durch den Wald. Immer wieder kreuzen kleine
Bäche, die in den Schwarzenbach münden, man geht über Brücken
und Stege. Bevor es wirklich steiler bergan geht, lohnt sich ein Abstecher an den
gut sicht- und hörbaren Wasserfall, den man über einen kleinen, rechts
abgehenden Pfad erreicht. An der Schwarzenbachbrücke kommt man wieder auf den
Fahrweg. Dort steht eine große "Vesperschaukel", an der sich gut rasten
lässt und die bei Regen auch etwas Schutz bietet. Hier kann man nun den sich
ziehenden Fahrweg Richtung Buchsteinhütte beschreiten, schöner ist es aber
die Abkürzer zu nehmen, die direkter nach oben leiten. Es gibt drei davon. Nach
dem dritten hält man sich rechts und wählt dann die steile
Forststraße nach oben. Nach der ersten Kehre wird dann der Weg durch ein
Gatter verstellt. Es gibt einen Durchschlupf für Wanderer, wer durch das Gatter
selbst geht, denke bitte daran es wieder zu schließen. Danach rechts halten,
weiter bergauf, bis die Steilheit nachlässt, der Wald lichter wird und man die
ersten Blicke auf die Tegernseer Hütte erhaschen kann. Prominent sind aber hier
die nördlichen Wandfluchten des Buchsteins, die dem passionierten Kletterer das
Herz höher schlagen lassen. Der Weg führt an Almwiesen entlang, bis zu
einer markanten Rechtskurve. Wer hier auf dem Forstweg bleibt, gelangt direkt zur
Buchsteinhütte, bei der sich eine Einkehr lohnt. Wer gleich weiter möchte
geht geradeaus, erst auf einem Wurzelweg, dann über die Wiese direkt Richtung
Hütte. Nach einem Weidezaun hält man sich links und spürt
allmählich, dass, obwohl die Hütte schon sichtbar gewesen ist, sie noch
lange nicht erreicht ist. Entlang der Ausläufer des Buchsteins führt der
Weg immer steiler werdend weiter. Nach einem nach Regen häufig matschigen
Wiesenabschnitt, steigt man über die Wurzeln von Max, einem alten
kräftigen Baum, der sich immer über ein "Servus Max" freut. Danach wird es
felsiger, ein paar höhere Tritte und Felsstufen müssen bezwungen werden,
bis man an einen größeren Felsen gelangt, den "Schönfels", den wir
so nennen, weil dort im Frühjahr die ersten Blumen blühen. Weiter geht es
nun deutlich ansteigend in Serpentinen hinauf, bis man schließlich an eine
Weggabelung an einem gelben Wegweiser kommt. Von rechts mündet der
"Altweibersteig", zur Hütte geht es aber, dem Schild mit der fragwürdigen
20 min. Angabe folgend, nach links. Ein - zwei kleinere Aufschwünge und einige
höhere Tritte sind noch zu überwinden, ehe man auf die freie Fläche
unterhalb der Hütte gelangt. Man wähnt sich bald am Ziel, aber die
Serpentinen bis oben fordern auch noch gehörig Aufmerksamkeit ein. Unter der
Hütte geht der Weg rechts an der Hütte entlang, mit Seil als Hilfe auf den
kleinen Grat, wo einem dann die Bergwelt zwischen Zugspitze und Großglockner
zu Füßen liegt. Für beide Aufstiege benötigt man im Schnitt 2-3
Stunden. Aber wer sich mehr Zeit nimmt, hat mehr vom Weg, der Luft und der Natur.
Vom Parkplatz Roß- und Buchstein aus, kann man auch entweder an der Straße direkt, oder sicherer auf dem jenseits der Weissach verlaufenden Wanderweg das Stück bis Glashütte gehen. Bitte nicht direkt dort parken, die Plätze sind begrenzt und es ist weitgehend privatgrund. Wir wollen alle keine Autos in unserem Garten stehen haben. Von Glashütte aus geht es einen wunderschönen Weg, am Bach entlang sanft ansteigend zur Röhrlmoosalm. Von dort weiter, entweder auf dem Fahrweg oder über den Wanderweg, der die Serpeninen ausspart zur Roßsteinalm und von dort entweder über den Altweibersteig oder, nachdem man den Roßstein umgangen hat, den Klettersteig zu uns hoch. Man kann auch vom Parkplatz Söllbachtal in Bad Wiessee zu uns hochlaufen. Hier folgt man einfach der Forststraße durch das Söllbachtal, vorbei an der "Klause" und der "Schwarzentennalm" bis zur Schwarzenbachbrücke, bei der die Abzweigung Richtung Buchsteinhütte und Tegernseer Hütte ist. Ab hier deckt sich der Weg mit dem aus Richtung Parkplatz Klamm. Man kann auch über die Aueralm, die Kampen und dann das Seekarkreuz zu uns gelangen. Das ist eine etwas längere und anspruchsvolle, aber sehr reizvolle Tour, die allerdings etwas alpine Erfahrung voraussetzt. Wer lieber öffentlich anreist, kann auch vom Bahnhof Lenggries zu uns gelangen. Dafür geht man vom Bahnhof zur "Hohenburg" und von dort den Fahrweg zur Röhrlmoosalm. Das ist ein langer, aber einfacher Weg. Ab der Röhrlmoosalm geht es entweder auf dem Forstweg oder dem die Serpentinen abschneidenden Wanderpfad hoch zur Roßsteinalm und von doirt entweder über den "Altweibersteig" oder, nachdem man den Roßstein umgangen ist, über den Klettersteig zu uns hoch.